Lexikon
Klinik
Befunde, Komplikationen und Krankheitsbilder. Vieles davon steht in Aufklärungsbögen, ohne dort erklärt zu werden.
123 Einträge
Acetylcholin
Der Botenstoff, mit dem ein Nerv einem Muskel den Befehl zur Kontraktion übermittelt. Botulinumtoxin blockiert seine Freisetzung.
AKASI und AK-FAS
Zwei Scores, die Fläche und Schweregrad aktinischer Keratosen zusammenfassen. Die Leitlinie empfiehlt sie zur standardisierten Befunderhebung.
Allergisches Kontaktekzem
Immunreaktion auf einen Stoff, mit dem die Haut Kontakt hatte. Über 4.000 Substanzen kommen infrage.
Alopecia areata
Autoimmuner Haarausfall in scharf begrenzten Herden. Nicht zu verwechseln mit dem anlagebedingten Haarausfall — Ursache, Verlauf und Therapie sind andere.
Alopecia barbae
Alopecia areata, die nur den Bart betrifft. Sie trifft in der Regel Männer mittleren Alters — und ist in den Studien kaum abgebildet.
Anagenphase
Die aktive Wachstumsphase des Haars. Nur in ihr spricht eine Laserepilation gut an.
Androgenetische Alopezie
Die häufigste Form des Haarausfalls beim Mann. Anlagebedingte Verkleinerung der Haarfollikel unter Einfluss von DHT.
Angiofibrom
Gutartige Wucherung aus Bindegewebe und Gefäßen. Häufigste Form ist die fibröse Nasenpapel.
Antibiotikaauswahl bei Akne
Die europäische Leitlinie zieht Doxycyclin und Lymecyclin vor, rät bei Azithromycin ab und hält systemisches Clindamycin für schwere Infektionen frei.
Antikörperbildung
Immunreaktion gegen Botulinumtoxin, die nach wiederholten Behandlungen zum Wirkverlust führen kann.
Ärztliches Präventionsgespräch
Die Leitlinie verlangt, jeden ärztlichen Kontakt anlassbezogen für Hinweise zur Prävention zu nutzen — mit dem höchsten Empfehlungsgrad.
Atypischer Nävus
Muttermal mit auffälligen Merkmalen. Einer der vier erworbenen Risikofaktoren für das Melanom.
Begleiterkrankungen bei Hidradenitis suppurativa
Die Leitlinie verlangt ein Screening auf Spondyloarthritis, chronisch- entzündliche Darmerkrankung und kardiovaskuläre Risikofaktoren.
Beschäftigte im Freien
Rund 2,4 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten überwiegend im Freien — mit entsprechender UV-Belastung.
Brauenptose
Absinken der Augenbraue nach zu weit unten oder zu großflächig gesetzter Behandlung des Stirnmuskels.
Bruxismus
Unwillkürliches Pressen oder Knirschen der Zähne. Häufige Ursache einer Masseterhypertrophie — und der Grund, warum deren Behandlung nicht immer ästhetisch ist.
Clearance-Rate
Anteil der Behandelten oder der Läsionen, bei denen nach einer Therapie nichts mehr nachweisbar ist. Zwei sehr verschiedene Zahlen mit ähnlichem Namen.
Cutibacterium acnes
Das häufigste Hautbakterium — auf gesunder Haut wie bei Akne. Nicht seine Anwesenheit unterscheidet beide, sondern die Zusammensetzung der Stämme.
Demodex-Milben
Winzige Milben in den Haarfollikeln. Bei Rosazea spielen sie laut Leitlinie eine bedeutende Rolle.
Denervierung
Die vorübergehende Unterbrechung der Nervenversorgung eines Muskels — der Zustand, den Botulinumtoxin gezielt herbeiführt.
Dermatochalasis
Erschlaffter Hautüberschuss, insbesondere am Oberlid. Keine Botulinumtoxin-Indikation.
Drei-Monats-Regel für systemische Antibiotika
Die europäische Aknelleitlinie empfiehlt, systemische Antibiotika bei Akne auf drei Monate zu begrenzen. Längere Gaben bleiben die Ausnahme.
Eigenschutzzeit
Die Rechnung Eigenschutzzeit mal Lichtschutzfaktor. Sie steht in der Rosazea-Leitlinie — und die Präventionsleitlinie warnt vor ihrer Anwendung.
Elastose
Umbau der elastischen Fasern der Haut durch langjährige UV-Belastung. Erhöht das Risiko einer Brauenptose.
Erhaltungstherapie bei Akne
Die Phase nach der Abheilung. Alle Empfehlungen dazu sind schwach — aber aus einem Grund, den die Leitlinie ausdrücklich benennt.
Expositionsabschätzung
Systematische Erhebung dessen, womit jemand tatsächlich in Kontakt kommt — vor dem Test, nicht danach. Die Leitlinie verlangt sie mit starker Empfehlung.
Feldkanzerisierung
Flächig UV-geschädigte Haut, in der neben sichtbaren Läsionen auch unsichtbare Veränderungen liegen.
Feuchtarbeit
Längere Tätigkeit mit feuchten Händen oder unter flüssigkeitsdichten Handschuhen. Belegter Risikofaktor für Handekzeme.
Filaggrin
Protein der Hornschicht. Mutationen im Filaggrin-Gen sind ein belegter Risikofaktor für Ekzeme.
Fitzpatrick-Hauttyp
Sechsstufige Einteilung der Haut nach Reaktion auf UV-Licht. Entscheidet mit darüber, ob eine Laserbehandlung zulässig ist.
Flushing
Anfallsartige Gesichtsrötung, oft mit Hitzegefühl. Frühzeichen und Dauerbegleiter der Rosazea.
Funktionserhalt bei der Gewebeentnahme
Schon die Biopsie kann bleibenden Schaden anrichten. Die Leitlinie verlangt, funktionelle Besonderheiten von Anfang an zu beachten.
Ganzkörperinspektion
Der Screeningtest der Hautkrebsfrüherkennung. Die Leitlinie macht dazu ungewöhnlich konkrete Vorgaben — bis zum Licht im Raum.
Handekzem
Ekzem der Hände, häufig berufsbedingt. Eine der häufigsten Berufskrankheiten überhaupt.
Hapten
Ein kleines Molekül, das erst durch Bindung an körpereigenes Eiweiß eine Immunreaktion auslösen kann.
Hautbarriere
Die äußerste Hautschicht aus Zellen und Lipiden, die Wasser zurückhält und Reizstoffe abhält.
Heller Hautkrebs
Basalzell- und Plattenepithelkarzinom. Häufiger als das Melanom und stark UV-abhängig.
Hidradenitis suppurativa / Acne inversa
Chronisch-entzündliche Erkrankung der Terminalhaarfollikel in Achseln, Leisten und Gesäßfalte. Wird bei Männern häufig zu spät erkannt.
HPV und heller Hautkrebs
Diskutierter Risikofaktor und Kofaktor für das Plattenepithelkarzinom — besonders bei Immunsuppression.
Hurley-Grad
Dreistufige Einteilung der Hidradenitis suppurativa nach dem Ausmaß der Vernarbung. Entscheidet über die Operationsindikation.
Hyaluronidase
Enzym, das Hyaluronsäure auflöst. Das Gegenmittel bei Fillerkomplikationen — im Off-Label-Einsatz und ohne evidenzbasierte Leitlinie.
Hyperkeratose
Verdickte Hornschicht. Beeinflusst die Verfahrenswahl, weil sie Licht und Wirkstoffe abhält.
Hypertrichose
Verstärkter Haarwuchs an Stellen, an denen er nicht erwünscht ist — die häufigste Nebenwirkung von oralem Minoxidil.
IHS4
Punktwert aus Knoten, Abszessen und drainierenden Tunneln. Das einzige Instrument, das die Leitlinie für die tägliche Praxis namentlich verlangt.
Immunsuppression und Hautkrebs
Nach Organtransplantation steigt die Rate an Plattenepithelkarzinomen um mehr als das 65-Fache.
In-situ-Melanom
Melanom, das die Basalmembran noch nicht durchbrochen hat. Vollständige Exzision ist Pflicht — der Abstand dagegen ist nicht durch Studien festgelegt.
Irritationsfaktoren
Die Leitlinie nennt sie namentlich: starkes Reiben, Peelings, Alkohol, ätherische Öle, Menthol, Kampfer, bestimmte Duft- und Konservierungsstoffe.
Irritatives Kontaktekzem
Hautschädigung durch direkte Reizung, ohne Immunreaktion. Der weitaus häufigere Ekzemtyp.
Isotretinoin und Wundheilung
Die klassische Wartezeit von sechs Monaten vor Narbenbehandlungen geht auf Fallberichte der 1980er zurück. Die aktuelle Leitlinie hält sie für überdenkenswert.
Karzinomrisiko bei Hidradenitis suppurativa
In lang bestehenden Herden kann ein Plattenepithelkarzinom entstehen. Die Leitlinie verlangt bei Verdacht eine histologische Abklärung.
Keloid
Überschießende Narbenbildung, die über die ursprüngliche Wunde hinauswächst. Gegenanzeige für viele Verfahren.
Komedo
Verstopfte Follikelöffnung — die Vorstufe jeder Akneläsion.
Komorbiditäten bei Alopecia areata
Die Leitlinie hebt psychosoziale Begleiterkrankungen eigens hervor — weil sie in den bisherigen diagnostischen Empfehlungen fehlten.
Kontaktallergie ohne Ekzem
Eine Kontaktallergie muss nicht wie ein Ekzem aussehen. Die Leitlinie listet neun Erscheinungsbilder, die als andere Hautkrankheit imponieren.
Kontakturtikaria
Quaddelbildung innerhalb von Minuten nach Hautkontakt — anderer Mechanismus als das Kontaktekzem.
Kontraindikation
Ein Umstand, der eine Behandlung verbietet. Bei Botulinumtoxin unter anderem neuromuskuläre Erkrankungen.
Kumulative UV-Dosis
Die über das Leben aufsummierte UV-Belastung. Maßgeblich für Plattenepithelkarzinom und aktinische Keratosen.
Labordiagnostik bei Alopecia areata
Es gibt keinen Bluttest für die Alopecia areata. Die Leitlinie sagt auch, welche Untersuchungen ausdrücklich nicht sinnvoll sind.
Läsionsgerichtet und feldgerichtet
Die grundlegende Unterscheidung in der Behandlung aktinischer Keratosen: einzelne sichtbare Läsionen behandeln oder das ganze geschädigte Areal.
Lidptose
Hängendes Oberlid, wenn Wirkstoff hinter das Septum orbiculare diffundiert und den Lidheber erreicht.
Lymphadenektomie
Operative Entfernung regionärer Lymphknoten. Beim Plattenepithelkarzinom nur bei klinisch manifester Metastase — vorbeugend ausdrücklich nicht.
Malignes Melanom
Die gefährlichste Hautkrebsform. Sonnenexposition gilt als Hauptursache.
Matting
Feines rotes Gefäßnetz, das nach einer Venenbehandlung neu entstehen kann.
Melanocortin-1-Rezeptor
Genetischer Faktor für Hauttyp und Melanomrisiko. Erklärt, warum rote Haare mit hellem Hauttyp einhergehen.
Melanomtypen
Die WHO unterscheidet vier Haupttypen. Sie sehen unterschiedlich aus — und treten an unterschiedlichen Stellen auf.
Mephistozeichen
Hochstehen der äußeren Augenbraue, weil der behandelte Stirnmuskel nur mittig geschwächt wurde.
Mimische Starre
Verlust natürlicher Mimik durch zu großflächige oder zu hohe Dosierung.
Mitoserate
Zahl der Zellteilungen im Tumorgewebe. Besonders aussagekräftig bei dünnen Melanomen.
Mittagssonne
Die Stunden mit dem höchsten Sonnenstand und damit der höchsten UV-Bestrahlungsstärke. Erster Ansatzpunkt jeder Schutzstrategie.
Morbus Bowen
Frühform des Plattenepithelkarzinoms, die noch auf die Oberhaut begrenzt ist.
Nachcremen
Erneutes Auftragen nach zwei Stunden und nach dem Baden. Stellt den Schutz wieder her — verlängert ihn aber nicht.
Nachsorgeintervalle beim Melanom
Dreimonatige Intervalle bei erhöhtem Risiko, Verlängerung bei sinkendem Risiko — und eine lebenslange Aufgabe, die bleibt.
Nekrose
Absterben von Gewebe durch unterbrochene Durchblutung — die Folge, die eine unbehandelte Gefäßkomplikation nimmt.
Nickelallergie
Die häufigste Kontaktallergie überhaupt. Prognose schlecht, weil das Metall allgegenwärtig ist.
Olsen-Klassifikation
Dreistufige klinische Einteilung aktinischer Keratosen nach Dicke und Verhornung. Die Leitlinie hält sie inzwischen für prognostisch nicht ausreichend validiert.
Ophthalmorosazea
Beteiligung der Augen bei Rosazea. Eigenes Schlagwort der Leitlinie — und häufig übersehen.
Perineuralscheideninfiltration
Einwachsen eines Tumors entlang der Nervenscheiden. Beim Plattenepithelkarzinom ein ungünstiger prognostischer Faktor und Anlass zur Bestrahlung.
Phototoxisch oder photoallergisch
Zwei Reaktionen auf Substanz plus Licht, die verschieden verlaufen. Der Zeitverlauf über 72 Stunden trennt sie.
Plattenepithelkarzinom der Haut
Zweithäufigster Hautkrebs, entsteht meist aus aktinischen Keratosen. Der wichtigste Risikofaktor ist das Vorhandensein von aktinischen Keratosen selbst.
Postinflammatorische Hyperpigmentierung
Dunkle Verfärbung nach einer Entzündung oder Behandlung. Die häufigste unerwünschte Folge energiebasierter Verfahren.
Probebiopsie
Entnahme eines Gewebeteils statt der ganzen Läsion. Bei Melanomverdacht nur in klar benannten Ausnahmefällen.
Probebiopsie beim Melanomverdacht
Wenn ausnahmsweise nur ein Teil entnommen wird, entscheidet die Kommunikation mit der Pathologie über die Verwertbarkeit.
Prognosefaktoren bei Alopecia areata
Die S3-Leitlinie trennt sauber zwischen Faktoren mit Studienbeleg und solchen, für die nur Expertenmeinung vorliegt. Bei manchen widersprechen sich beide.
Proteinkontaktdermatitis
Ekzem durch Proteine statt durch kleine Chemikalien. Der Epikutantest bleibt hier häufig negativ — man braucht andere Tests.
Pseudofolliculitis barbae
Entzündliche Reaktion auf einwachsende Barthaare nach der Rasur. Betrifft besonders krauses Haar.
Psychologische Unterstützung bei Alopecia areata
Zwei der stärksten Empfehlungen der ganzen S3-Leitlinie betreffen nicht die Haare, sondern das Gespräch darüber.
Pulpitis sicca
Ekzem, das auf die Fingerkuppen beschränkt bleibt. Ein eigener klinischer Subtyp des Handekzems — und im Alltag besonders behindernd.
Purpura
Bläulich-rote Verfärbung durch ausgetretenes Blut. Nach Gefäßlaserbehandlungen eine erwartbare Begleiterscheinung.
R-Klassifikation
Angabe, ob nach einer Tumoroperation mikroskopisch noch Tumorgewebe nachweisbar ist. Entscheidet über die Notwendigkeit weiterer Behandlung.
Rasur bei Rosazea
Die Leitlinie empfiehlt bei Rosazea die Trockenrasur — und benennt damit eine Frage, die bei Männern fast nie gestellt wird.
Rauchen und Übergewicht bei Hidradenitis suppurativa
Die Leitlinie führt beide als Faktoren, deren Zusammenhang mit dem Schweregrad nachgewiesen ist.
Reihenfolge der UV-Schutzmaßnahmen
Die Leitlinie legt eine Rangfolge fest: erst Exposition vermeiden, dann Kleidung, erst danach Sonnenschutzmittel. Genau umgekehrt zur Werbung.
Rekapillarisierungszeit
Die Zeit, bis sich weggedrückte Haut wieder rötet. Das einfachste Maß für die Durchblutung — und der Verlaufsparameter bei Fillerkomplikationen.
Retinisierung
Die Phase mit Rötung und Schuppung zu Beginn einer Retinoid-Behandlung. Erwartbar, nicht Zeichen einer Unverträglichkeit.
Rhinophym
Knotige Verdickung der Nasenhaut durch Talgdrüsenwucherung. Eine Spätform der Rosazea, die fast nur Männer betrifft.
Risikofaktoren für das Melanom
Die Leitlinie nennt vier erworbene Risikofaktoren — bei 100 Prozent Konsens.
Risikokompensation beim Sonnenschutz
Der Effekt, dass Sonnenschutzmittel die Zeit in der Sonne verlängern statt die Dosis zu senken. Die Leitlinie widerspricht dem ausdrücklich.
Rosacea papulopustulosa
Die entzündliche Form der Rosazea mit Papeln und Pusteln. Zielbild der zugelassenen Topika.
Rosazea
Chronisch-entzündliche Gesichtserkrankung mit Rötung, Gefäßerweiterungen sowie Papeln und Pusteln. Bei Männern häufiger schwer verlaufend.
SALT-Score
Misst den Anteil der haarlosen Kopfhaut in Prozent. Er entscheidet in der Leitlinie darüber, welche Therapie überhaupt zur Debatte steht.
Sekundäre Wundheilung
Die Wunde wird offen gelassen und heilt aus der Tiefe. Bei Hidradenitis suppurativa mit deutlich niedrigerer Rezidivrate als der Direktverschluss.
Shedding
Vorübergehend verstärkter Haarausfall zu Beginn einer Haartherapie — häufig missverstanden als Beweis der Unwirksamkeit.
Sicherheitsabstand beim Melanom
Nach der Diagnose richtet sich der Abstand nach der Tumordicke: 1 cm oder 2 cm. Beide mit 100 Prozent Konsens.
SNAP-25
Das Fusionsprotein, das Botulinumtoxin Typ A zerschneidet. Seine Neubildung bestimmt, wann die Wirkung endet.
Solarium
Künstliche UV-Bestrahlung zu kosmetischen Zwecken. Die Zahlen der Leitlinie sind eindeutig.
Sonnenbrand
Akute UV-Schädigung der Haut. Die Leitlinie nennt seine Vermeidung als eigene Empfehlung.
Sonnenschutz in der Kindheit
Die Sonnenbrände, die das Melanomrisiko prägen, entstehen früh. Die Evidenzlage ist dennoch differenziert.
Sonnenschutzmittel und Melanomrisiko
Die Leitlinie hält die Datenlage ausdrücklich für widersprüchlich. Ein seltener Fall von belegter Unsicherheit statt einfacher Antwort.
Spock-Phänomen
Steil nach außen ansteigende Augenbraue nach Stirnbehandlung — benannt nach der Figur aus Star Trek.
Sprouting
Das Aussprossen neuer Nervenendigungen, mit dem der Körper eine blockierte Synapse vorübergehend umgeht.
Striae distensae
Dehnungsstreifen. Histologisch Narben — und in der weißlichen Spätform schwer behandelbar.
Subtypen des Handekzems
Vier ätiologische und vier klinische Subtypen, die sich mischen und im Verlauf ändern können. Die Leitlinie verlangt die Einordnung mit starker Empfehlung.
Teleangiektasie
Dauerhaft erweiterte kleine Hautgefäße. Häufig im Gesicht, oft im Zusammenhang mit Rosazea.
Triggerfaktoren der Rosazea
Die Leitlinie listet elf Faktoren, die für die Entstehung einer Rosazea verantwortlich gemacht werden.
Tumordicke nach Breslow
Die in Millimetern gemessene Eindringtiefe eines Melanoms. Wichtigster Prognosefaktor im Frühstadium.
Tunnel bei Hidradenitis suppurativa
Epithelisierte Gänge unter der Haut, die Abszesse verbinden. Sie heilen nicht spontan und wiegen im Schweregrad am schwersten.
Ulzeration
Aufbruch der Tumoroberfläche. Verschlechtert die Prognose und geht in die Klassifikation ein.
UV-Schutz bei Immunsuppression
Für Organtransplantierte gilt die stärkste Sonnenschutzempfehlung der Leitlinie — samt Kontrolle des Vitamin-D-Spiegels.
Vaskuläre Okklusion
Verschluss eines Blutgefäßes durch Filler — die schwerwiegendste Komplikation der Unterspritzung, mit einem Zeitfenster von Stunden.
Vitamin D und Sonnenschutz
Der häufigste Einwand gegen konsequenten Sonnenschutz. Die Leitlinie behandelt ihn als potenzielle Nebenwirkung.
Wächterlymphknotenbiopsie — Indikation
Ab welcher Tumordicke die Leitlinie die Biopsie verlangt: 1,0 mm. Empfehlungsgrad A, Level of Evidence 1a.
Wann eine systemische Therapie bei Alopecia areata
Die S3-Leitlinie nennt fünf Situationen, in denen Erwachsenen eine systemische Therapie angeboten werden sollte. Eine davon ist reiner Leidensdruck.
Zweitmelanom
Ein weiteres, unabhängiges Melanom. Der Grund, warum Nachsorge über das Rezidivrisiko hinausgeht.