Lexikon · Klinik
Hyperkeratose
Verdickte Hornschicht. Beeinflusst die Verfahrenswahl, weil sie Licht und Wirkstoffe abhält.
Auch: Verhornungsstörung
Hyperkeratose bezeichnet eine verdickte Hornschicht. Sie ist kein eigenes Krankheitsbild, sondern ein Befund — bei aktinischen Keratosen, Warzen, Angiokeratomen und vielen anderen Veränderungen.
Für die Behandlung ist sie aus zwei Gründen relevant.
Erstens hält sie Licht ab. Die Lasertherapie-Leitlinie empfiehlt beim Angiokeratom den ablativen CO₂-Laser „insbesondere bei Hyperkeratosen” — dort kommt ein Gefäßlaser nicht mehr durch.
Zweitens hält sie Wirkstoffe ab. Deshalb kombiniert die AK-Leitlinie 5-Fluorouracil 0,5 % mit Salicylsäure 10 %: Die Säure löst die Hornschicht, damit das Zytostatikum überhaupt ankommt.
Dasselbe Prinzip steckt hinter dem Laser-assisted drug delivery.