Lexikon · Klinik
Hautbarriere
Die äußerste Hautschicht aus Zellen und Lipiden, die Wasser zurückhält und Reizstoffe abhält.
Auch: Epidermale Barriere · Stratum corneum
Die Hautbarriere besteht aus verhornten Zellen und den Lipiden dazwischen — vereinfacht Ziegel und Mörtel. Sie hält Wasser im Gewebe und Fremdstoffe draußen.
Ist sie gestört, steigt der transepidermale Wasserverlust. Erkennbar ist das an Rötung, die den ganzen Tag bleibt, an Brennen bei Produkten, die früher nicht brannten, an Schuppung und an Haut, die trotz Creme nach zwei Stunden wieder spannt.
Bei Männern ist die häufigste Ursache mechanisch: Eine Nassrasur trägt bei jedem Zug Hornschicht ab. Wer sich fünfmal pro Woche rasiert und danach alkoholhaltiges Rasierwasser aufträgt, hält die Barriere dauerhaft im Reparaturmodus.
Die Antwort ist nicht ein stärkeres Produkt, sondern für zwei Wochen weniger davon: milde Reinigung, ceramidhaltige Pflege, Sonnenschutz, alle Wirkstoffe pausieren.