- Beleglage:Studienlage
- Status:In Deutschland zugelassen
Wirkstoff
Tretinoin
Verschreibungspflichtiges Retinoid. Der am besten belegte topische Wirkstoff gegen Lichtalterung und Akne.
Auch: All-trans-Retinsäure · Vitamin-A-Säure
- Anwendung
- Äußerlich
- Verschreibung
- Rezeptpflichtig
- Wirkprinzip
- Bindet an nukleäre Retinsäurerezeptoren, normalisiert die Verhornung und regt den Kollagenaufbau an.
- Dosis
- Einstieg mit 0,025 %, zunächst jeden zweiten Abend
- Wirkeintritt
- Textur ab etwa zwölf Wochen; feine Linien über sechs bis zwölf Monate
- Häufige Nebenwirkungen
- Schuppung · Rötung · Spannungsgefühl · erhöhte Lichtempfindlichkeit
- Nicht kombinieren mit
- AHA/BHA-Peelings am selben Abend · Benzoylperoxid gleichzeitig · Vitamin C gleichzeitig
Ungeeignet, wenn: eine Rosazea vorliegt — dort reagiert die Haut unberechenbar; Azelainsäure ist dann meist die klügere Wahl.
Einstieg, der funktioniert
Menge: erbsengroß fürs ganze Gesicht. Mehr ist der häufigste Anwendungsfehler.
Frequenz: Woche 1–2 zweimal, Woche 3–4 jeden zweiten Abend, ab Woche 5 täglich, sofern die Haut ruhig bleibt.
Trockene Haut: Auf feuchter Haut dringt Tretinoin stärker ein und reizt entsprechend mehr. Nach dem Waschen zwanzig Minuten warten.
Der Punkt, den Männerratgeber auslassen: die Rasur
Eine Nassrasur ist ein mechanisches Peeling. Zusammen mit der Retinisierung entstehen Wunden, die niemand mit dem Wirkstoff in Verbindung bringt. Praktikabel: morgens rasieren, abends auftragen; Hals und Kieferwinkel in den ersten vier Wochen aussparen; alkoholhaltiges Rasierwasser weglassen.
Sonnenschutz ist Teil der Behandlung
Tretinoin erhöht die Lichtempfindlichkeit, und der Wirkstoff verbessert Lichtschäden, die ungeschützte Sonne parallel wieder anlegt. Ohne täglichen Sonnenschutz arbeitet die Behandlung gegen sich selbst.