- Beleglage:Leitlinie
- Status:In Deutschland zugelassen
Energiebasierte Verfahren
Angiokeratom-Behandlung
Kleine dunkelrote Gefäßknötchen mit verhornter Oberfläche, oft am Hodensack. Häufiger Zufallsbefund bei Männern.
Auch: Angiokeratoma
- Wirkprinzip
- Selektive Photothermolyse: Die Laserenergie wird im Zielpigment oder Zielgefäß absorbiert und zerstört es, ohne das umliegende Gewebe zu schädigen.
- Körperregion
- Genitalbereich · Körper
- Sitzungen
- Meist ein bis wenige
- Ausfallzeit
- Kurz
- Wirkdauer
- Behandelte Läsionen bleiben entfernt
- Hauptrisiko
- Blutung; Narbenbildung bei zu tiefer Ablation
Ungeeignet, wenn: eine ausgedehnte Form vorliegt, die auf eine Grunderkrankung hinweisen kann — dann ist die Abklärung vorrangig.
Empfehlungen
- 532-nm-KTP-Laser sowie analoge Systeme, etwa der 577-nm-Diodenlaser: wird empfohlen (↑↑, 100 Prozent Konsens)
- 1.064-nm-Nd:YAG langgepulst oder Farbstofflaser: kann empfohlen werden (↑)
- 10.600-nm-CO₂-Laser (traditionell ablativ): kann insbesondere bei Hyperkeratosen empfohlen werden (↑)
Die Wahl richtet sich also danach, ob der Gefäßanteil oder die verhornte Oberfläche im Vordergrund steht.
Warum Männer damit häufiger konfrontiert sind
Angiokeratome treten häufig am Skrotum auf (Angiokeratoma Fordyce). Sie sind gutartig, können aber bluten und werden von Betroffenen oft mit Sorge bemerkt — nicht selten erst spät angesprochen.
Bei ausgedehnter, generalisierter Ausprägung kann eine seltene Stoffwechselerkrankung dahinterstehen. Die Abklärung geht dann der Behandlung vor.