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GLABRIOÄsthetische Medizin und Hautpflege für Männer

Lexikon · Klinik

Melanomtypen

Die WHO unterscheidet vier Haupttypen. Sie sehen unterschiedlich aus — und treten an unterschiedlichen Stellen auf.

Auch: SSM · NM · LMM · ALM

Klinisch und histologisch unterscheidet die WHO-Klassifikation laut S3-Leitlinie vier Melanomtypen:

  • Lentigo-maligna-Melanom (LMM) — auf chronisch lichtgeschädigter Haut, typisch im Gesicht älterer Menschen
  • Superfiziell spreitendes Melanom (SSM) — der häufigste Typ, zunächst flächig wachsend
  • Knotiges Melanom (NM) — früh in die Tiefe wachsend
  • Akrolentiginöses Melanom (ALM) — an Handflächen, Fußsohlen und unter den Nägeln

Die Lokalisation am Integument ist laut Leitlinie für die Typenbestimmung und zur Definition der regionären Lymphknoten von Bedeutung.

Daneben nennt die Leitlinie seltene histologische Varianten: das spitzoide Melanom, das nävoide Melanom sowie das desmoplastische beziehungsweise neurotrope Melanom.

Warum die Vielfalt zählt

Nicht jedes Melanom ist dunkel, flach und unregelmäßig. Das knotige Melanom kann gleichmäßig aussehen und schnell wachsen; das akrolentiginöse sitzt an Stellen, die niemand kontrolliert — Fußsohle, Nagelbett.

Ein dunkler Längsstreifen im Nagel oder eine neue Stelle an der Fußsohle gehört deshalb ebenso angesehen wie ein auffälliges Muttermal am Rücken.