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GLABRIOÄsthetische Medizin und Hautpflege für Männer

Lexikon · Technik

Dermatoskopie

Untersuchung der Haut mit Vergrößerung und polarisiertem Licht. Erhöht die diagnostische Treffsicherheit erheblich.

Auch: Auflichtmikroskopie · Dermoskopie

Bei der Dermatoskopie wird die Haut mit Vergrößerung und definierter Beleuchtung betrachtet. Strukturen unterhalb der Hornschicht werden dadurch sichtbar, insbesondere Pigment- und Gefäßmuster.

Die S3-Leitlinie zu aktinischer Keratose und Plattenepithelkarzinom beschreibt sie als geeignetes Verfahren, bei unklaren Befunden andere Erkrankungen und Tumoren abzugrenzen. Zahlreiche Studien hätten belegt, dass aktinische Keratosen, pigmentierte aktinische Keratosen, Morbus Bowen und Plattenepithelkarzinome typische Muster, insbesondere der Gefäße, zeigen — wodurch sie sich gut von Basalzellkarzinomen unterscheiden lassen.

Sie eignet sich außerdem zur Abgrenzung zwischen Lentigo maligna, Lentigo senilis und pigmentierten aktinischen Keratosen — also genau zwischen einer bösartigen Veränderung und den harmlosen „Altersflecken”, die häufig weggelasert werden sollen.

Die Leitlinie nennt eine Sensitivität von 98,7 Prozent in der Diagnostik aktinischer Keratosen im Vergleich zur Histologie. Zudem korreliere der Grad der Invasivität mit den vaskulären Atypien, sodass die Dermatoskopie auch zur Einschätzung der Invasivität herangezogen werden könne.

Für die Praxiswahl heißt das: Wer eine Pigmentläsion lasern lassen will, sollte fragen, ob vorher dermatoskopiert wird. Das ist kein Zusatzservice, sondern die Grundlage der Entscheidung.