Lexikon · Klinik
Heller Hautkrebs
Basalzell- und Plattenepithelkarzinom. Häufiger als das Melanom und stark UV-abhängig.
Auch: NMSC · Basalzellkarzinom · Plattenepithelkarzinom
Unter nicht-melanozytärem Hautkrebs fasst man vor allem zwei Entitäten zusammen: das Basalzellkarzinom (BZK) und das Plattenepithelkarzinom (PEK). Beide sind häufiger als das Melanom und in der Regel weniger gefährlich, aber lokal zerstörend.
Die S3-Leitlinie zur Hautkrebsprävention führt für beide ein erhöhtes Risiko durch UV-Exposition auf und beziffert es für die Solariennutzung: Bei erstmaliger Nutzung vor dem 25. Lebensjahr steigt das Risiko für ein PEK um 102 Prozent und für ein BZK um 40 Prozent.
Vorstufen
Das Plattenepithelkarzinom hat mit der aktinischen Keratose eine gut erkennbare Vorstufe — ebenso mit der aktinischen Cheilitis an der Lippe. Beide sind behandelbar, bevor sie invasiv werden.
Rezidivrisikostufen
Die Lasertherapie-Leitlinie verweist darauf, dass Basalzellkarzinome gemäß der S2k-Leitlinie „Basalzellkarzinom der Haut” in zwei Rezidivrisikostufen eingeteilt werden. Die Einordnung entscheidet über das Vorgehen — und darüber, ob ein gewebeschonendes Verfahren überhaupt infrage kommt.
Für Männer besonders relevant sind die Lokalisationen: Kopfhaut bei lichtem Haar, Ohren, Nase, Unterlippe und Handrücken.