- Beleglage:Leitlinie
- Status:In Deutschland zugelassen
Energiebasierte Verfahren
Talgdrüsenhyperplasie
Gelbliche, zentral eingedellte Knötchen im Gesicht durch vergrößerte Talgdrüsen. Häufig ab dem mittleren Lebensalter.
Auch: Seboglanduläre Hyperplasie
- Wirkprinzip
- Selektive Photothermolyse beziehungsweise Ablation: Die Laserenergie wird im Zielgewebe absorbiert und zerstört es gezielt.
- Körperregion
- Gesicht · Stirn
- Sitzungen
- Mehrere
- Ausfallzeit
- Kurz
- Wirkdauer
- Rezidive möglich
- Hauptrisiko
- Narbenbildung; differenzialdiagnostisch Basalzellkarzinom
Ungeeignet, wenn: ein Basalzellkarzinom oder Talgdrüsenkarzinom nicht ausgeschlossen wurde.
Empfehlungen
Ablativ: CO₂- und Er:YAG-Laser (beide traditionell ablativ) — kann empfohlen werden (↑, 100 %).
Gefäß- und Pigmentlaser — jeweils „kann erwogen werden” (0, 100 %): 585–595-nm-Farbstofflaser (gepulst), 532-nm-KTP-Laser, 1.064-nm-Nd:YAG (langgepulst).
Die wichtige Abgrenzung
Die Leitlinie nennt für diese Indikation ausdrücklich die diagnostischen Maßnahmen vor der Behandlung: gegebenenfalls Fotodokumentation mit Auflichtmikroskopie, gegebenenfalls histologische Abklärung.
Der Grund steht daneben: Differenzialdiagnostisch kommen unter anderem ein Basalzellkarzinom oder ein Talgdrüsenkarzinom in Betracht.
Talgdrüsenhyperplasien sitzen typischerweise an Stirn und Wangen — denselben Arealen, an denen Basalzellkarzinome bevorzugt entstehen. Ein gelbliches Knötchen mit zentraler Delle sieht einem kleinen Basalzellkarzinom ähnlich genug, dass die Verwechslung real ist.