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GLABRIOÄsthetische Medizin und Hautpflege für Männer

Lexikon · Klinik

Ärztliches Präventionsgespräch

Die Leitlinie verlangt, jeden ärztlichen Kontakt anlassbezogen für Hinweise zur Prävention zu nutzen — mit dem höchsten Empfehlungsgrad.

Auch: anlassbezogene Beratung

Die Empfehlung

Empfehlungsgrad A, Level of Evidence 1+ bis 2+:

Das ärztliche Gespräch (z. B. auch im Rahmen des Hautkrebs-Screenings) soll anlassbezogen für Hinweise auf primärpräventive Maßnahmen genutzt werden.

Was „anlassbezogen” heißt

Nicht: jedem bei jeder Gelegenheit einen Vortrag halten. Sondern: den Moment nutzen, in dem das Thema ohnehin auf dem Tisch liegt. Wer wegen einer auffälligen Stelle kommt, ist für Sonnenschutz empfänglicher als jemand, der wegen etwas anderem da ist.

Was die Leitlinie über wirksame Interventionen sagt

Die Anforderungen sind konkret und übertragen sich auf jede Form der Vermittlung — auch auf redaktionelle:

  • Sie sollen die Zielpersonen einzeln ansprechen („individual-level interventions”) und individualisierte Informationen sowie Feedbackelemente beinhalten (Empfehlungsgrad A für die Sekundärprävention, B für die Primärprävention).
  • Sie sollen aus mehreren Komponenten bestehen, intensiv und auf Wiederholung angelegt sein.
  • Sie sollten multimedial und interaktiv gestaltet sein und mehrere Kommunikationskanäle integrieren.
  • Sie sollten auf Verhaltenstheorien basieren und die vorliegende Evidenz berücksichtigen.

Der Satz zu den Medien

Das mediale Informationsangebot zur Hautkrebsprävention soll qualitativ und quantitativ ausgebaut werden, da Medien die wichtigste Informationsquelle für Erwachsene darstellen.

Neu aufgenommen 2020. Es ist zugleich die Begründung dafür, dass diese Seite existiert — und der Maßstab, an dem sie sich messen lassen muss.