Lexikon · Recht und Zulassung
Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention
Drei Ebenen der Vorbeugung — je nach Punkt im Krankheitsverlauf.
Auch: Präventionsarten
Die S3-Leitlinie zur Prävention von Hautkrebs gliedert Präventionsarten entlang des Krankheitsverlaufs:
Primärprävention setzt an, bevor eine Erkrankung entsteht — bei Hautkrebs also die Vermeidung erhöhter UV-Exposition durch Meiden der Mittagssonne, textilen Sonnenschutz und Sonnencreme. Die Leitlinie bezeichnet die Vermeidung erhöhter UV-Exposition ausdrücklich als die wichtigste primärpräventive Maßnahme.
Sekundärprävention zielt auf Früherkennung, also das Entdecken von Veränderungen in einem behandelbaren Stadium — Hautkrebsscreening, Selbstuntersuchung.
Tertiärprävention soll Folgeschäden und Rückfälle nach einer Erkrankung begrenzen — etwa die Nachsorge nach einem Plattenepithelkarzinom.
Die Leitlinie unterscheidet zusätzlich nach Kontextbezug (verhaltens- gegenüber verhältnisbezogen) und nach Interventionsebene. Das ist mehr als Systematik: Es erklärt, warum Schattenplätze auf Baustellen und Aufklärungskampagnen in derselben Leitlinie stehen wie die Empfehlung zur Auftragsmenge von Sonnencreme.