Lexikon · Klinik
Denervierung
Die vorübergehende Unterbrechung der Nervenversorgung eines Muskels — der Zustand, den Botulinumtoxin gezielt herbeiführt.
Denervierung bezeichnet den Zustand, in dem ein Muskel keine Nervensignale mehr empfängt. Bei der Botulinumtoxin-Behandlung wird sie gezielt und zeitlich begrenzt herbeigeführt: Der Nerv bleibt intakt, nur die Übertragung ist blockiert.
Die Leitlinie beschreibt die Rückkehr der Funktion etwa drei Monate nach der Denervierung durch Neubildung von SNAP-25, unterstützt durch Sprouting.
Der Begriff ist wichtig, weil er die Reichweite der Behandlung markiert: Sie betrifft ausschließlich die Muskelaktivität. Hautbeschaffenheit, Volumen und Knochenstruktur bleiben unberührt.