Lexikon · Klinik
Melanocortin-1-Rezeptor
Genetischer Faktor für Hauttyp und Melanomrisiko. Erklärt, warum rote Haare mit hellem Hauttyp einhergehen.
Auch: MC1R
Der Melanocortin-1-Rezeptor steuert, welche Art von Melanin die Haut bildet: das dunkle, schützende Eumelanin oder das rötlich-gelbe Phäomelanin, das deutlich weniger schützt.
Die S3-Leitlinie beschreibt den Zusammenhang: Melanome treten sehr häufig bei hellhäutigen Menschen mit roten oder blonden Haaren (Hauttyp I) auf, die zur Sommersprossenbildung neigen, nicht bräunen und sehr leicht einen Sonnenbrand erleiden. Es bestehe ein Zusammenhang zwischen dem Melanomrisiko und spezifischen Mutationen im Melanocortin-1-Rezeptor.
Das erklärt, warum Hauttyp, Haarfarbe und Sommersprossen zusammen auftreten — sie haben eine gemeinsame genetische Grundlage.
Praktisch folgt daraus: Wer diesen Phänotyp hat, kann sich nicht „langsam gewöhnen”. Die Bräunung, auf die dabei gewartet wird, findet biologisch nicht statt.