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GLABRIOÄsthetische Medizin und Hautpflege für Männer

Lexikon · Klinik

Allergisches Kontaktekzem

Immunreaktion auf einen Stoff, mit dem die Haut Kontakt hatte. Über 4.000 Substanzen kommen infrage.

Auch: Kontaktallergie · allergische Kontaktdermatitis

Das allergische Kontaktekzem wird durch kontaktallergen-spezifische T-Zellen vermittelt. Die Leitlinie nennt eine bemerkenswerte Zahl: Mehr als 4.000 Substanzen können ein allergisches Kontaktekzem auslösen.

Die Immunreaktion richtet sich dabei nicht direkt gegen den fremden Stoff, sondern gegen körpereigene Proteine oder Peptide, die erst durch die Bindung niedermolekularer Kontaktallergene — sogenannter Haptene — immunogen werden.

Entscheidend für das Verständnis ist die Zeitachse: Zwischen Erstkontakt und erster sichtbarer Reaktion liegt eine klinisch nicht sichtbare Sensibilisierungsphase von etwa 10 bis 15 Tagen. Erst danach löst ein erneuter Kontakt die Reaktion aus.

Daraus folgt die häufigste Fehlannahme im Alltag: Ein Produkt, das man seit Monaten problemlos verwendet, kann eine Allergie ausgelöst haben. Die Verträglichkeit in der Vergangenheit ist kein Gegenbeweis — im Gegenteil, sie ist die Voraussetzung für die Sensibilisierung.