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GLABRIOÄsthetische Medizin und Hautpflege für Männer

Lexikon · Klinik

Mimische Starre

Verlust natürlicher Mimik durch zu großflächige oder zu hohe Dosierung.

Auch: Maskengesicht · frozen face

Die Botulinumtoxin-Leitlinie führt die mimische Starre unter den Komplikationen der Stirnbehandlung — gemeinsam mit Asymmetrie, Augenbrauenptose, Lidptose und dem Spock-Phänomen.

Sie ist kein Zeichen eines Kunstfehlers, sondern die Folge einer Dosis- oder Verteilungsentscheidung: Wird ein Muskel vollständig ruhiggestellt, fällt seine Bewegung aus.

Für männliche Gesichter ist das aus einem bestimmten Grund heikler. Die Leitlinie nennt für die Stirn getrennte Dosen — Männer 10 bis 20 Einheiten gegenüber 4 bis 16 bei Frauen —, was leicht als Freibrief für höhere Dosen gelesen wird. Sie schreibt zugleich, dass ausreichende Daten für Aussagen zur optimalen Dosierung bei Männern fehlen.

Die praktische Konsequenz: In der Erstbehandlung eher niedriger dosieren und nach zwei Wochen ergänzen. Was fehlt, lässt sich nachlegen. Was zu viel ist, muss man aussitzen.