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GLABRIOÄsthetische Medizin und Hautpflege für Männer
  • Beleglage:Leitlinie
  • Status:In Deutschland zugelassen

Injektionen

Botulinumtoxin — Stirn

Behandlung der waagerechten Stirnfalten. Das einzige Areal, für das die deutsche Leitlinie getrennte Dosen für Männer und Frauen nennt.

Auch: Stirnfaltenbehandlung

Wirkprinzip
Schwächt den Musculus frontalis, den einzigen Heber der Augenbraue. Die Dosis ist deshalb nach oben durch die Brauenposition begrenzt, nicht durch die Faltentiefe.
Körperregion
Oberes Gesichtsdrittel
Sitzungen
Eine Sitzung, Nachkontrolle nach zwei Wochen
Ausfallzeit
Keine
Wirkdauer
Rund drei Monate
Hauptrisiko
Brauenptose — laut Leitlinie besonders bei vorbestehender Elastose und bei Männern

Ungeeignet, wenn: die Augenbraue bereits tief steht oder eine ausgeprägte Elastose besteht: Dann nimmt die Behandlung der Braue ihren einzigen Heber.

Die einzige geschlechtsgetrennte Dosisangabe

GruppeMittlere Gesamtdosis
Frauen4–16 IE bzw. 10–40 Speywood E
Männer10–20 IE bzw. 25–50 Speywood E

Die männliche Spanne liegt oberhalb der weiblichen, überlappt aber deutlich. Von einer pauschalen Verdopplung, wie sie oft behauptet wird, steht dort nichts.

Zulassung: nicht jedes Präparat

Für horizontale Stirnfalten liegt die Zulassung laut Leitlinie nur für Inco- und OnabotulinumtoxinA vor. Ein Paketangebot „oberes Gesichtsdrittel” mit AbobotulinumtoxinA enthält für die Stirn eine Off-Label-Anwendung — zulässig, aber aufklärungspflichtig.

Technik

Verteilung mit wenigen Punkten in sicherer Region, 1,5 bis 2 cm oberhalb der Brauen (Konvergenzlinie), intramuskulär oder subkutan/intradermal.

Komplikationen

Asymmetrie, Augenbrauenptosis, mimische Starre, Lidptose, Spock-Phänomen, Hämatome, vorübergehende Kopfschmerzen sowie eine Verstärkung der Faltenbildung peripher der behandelten Areale.