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GLABRIOÄsthetische Medizin und Hautpflege für Männer

Lexikon · Technik

Ganzkörperfotografie

Standardisierte Fotodokumentation der gesamten Hautoberfläche. Laut Leitlinie eine Möglichkeit der Früherkennung in Risikokollektiven.

Auch: Total Body Photography · Ganzkörperphotographie

Das Statement

Level of Evidence 3b, Konsensstärke 100 %:

Die Ganzkörperphotographie stellt eine Möglichkeit zur Früherkennung von malignen Melanomen in Risikokollektiven dar.

Die Einschränkung im Satz

„In Risikokollektiven.” Die Leitlinie empfiehlt die Methode nicht für die Allgemeinbevölkerung. Sie ist für Menschen gedacht, bei denen die Zahl oder Auffälligkeit der Pigmentmale eine Einzelbeurteilung praktisch unmöglich macht — etwa beim dysplastischen Nävussyndrom oder beim familiären Melanom.

Level of Evidence 3b ist zudem die niedrigste der hier genannten Evidenzstufen.

Wofür sie tatsächlich gut ist

Für die Frage „ist das neu?”. Bei jemandem mit hundert Pigmentmalen kann niemand — auch der Betroffene nicht — aus dem Gedächtnis sagen, ob ein bestimmter Fleck vor einem Jahr schon da war. Die Fotodokumentation beantwortet genau das.

Sie ersetzt dabei nicht die Dermatoskopie, sondern steuert sie: Das Foto findet die neue oder veränderte Läsion, die Dermatoskopie beurteilt sie.

Was sie nicht ist

Kein Screeningverfahren für alle und kein Ersatz für die Ganzkörperinspektion. Die S3-Leitlinie zur Prävention von Hautkrebs formuliert für das Screening Empfehlungsgrad A für die Ganzkörperinspektion — die persönliche Untersuchung im hellen Raum, aus der Nähe.

Der Bezug zur Nachsorge

Nach einem Melanom bleibt die Erkennung von Zweitmelanomen dauerhaft eine Aufgabe. Die Leitlinie hält fest, dass die jährliche Früherkennungsuntersuchung auf Zweitmelanome lebenslang durchgeführt werden sollte.