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GLABRIOÄsthetische Medizin und Hautpflege für Männer

Lexikon · Recht und Zulassung

Empfehlungssymbole

Fünf Symbole, mit denen S2k-Leitlinien ihre Empfehlungsstärke angeben. Zwei davon raten ausdrücklich ab.

Auch: Pfeilsymbolik · ↑↑ ↑ 0 ↓ ↓↓

Die Tabelle

SymbolBedeutung
↑↑Starke Empfehlung: soll
Empfehlung: sollte
0Empfehlung offen
Empfehlung: sollte nicht
↓↓Starke Empfehlung: soll nicht

Dazu die Möglichkeit „Keine Empfehlung”.

Warum die Symbole und nicht die Buchstaben

S3-Leitlinien verwenden meist die Grade A, B und 0. S2k-Leitlinien — konsensbasiert, ohne systematische Evidenzaufbereitung — verwenden die Pfeilsymbolik. Sie ist zugleich feiner, weil sie zwischen „sollte nicht” und „soll nicht” unterscheidet.

Was die Abwärtspfeile bedeuten

Sie sind der am häufigsten übersehene Teil. Eine Leitlinie empfiehlt nicht nur, sie rät auch ab — und ein ↓↓ ist genauso verbindlich wie ein ↑↑, nur in die andere Richtung.

Wer prüfen will, ob ein angebotenes Verfahren leitliniengerecht ist, muss deshalb beide Enden der Skala lesen. Das Fehlen einer positiven Empfehlung und das Vorliegen einer negativen sind zwei verschiedene Aussagen.

Wie der Konsens zustande kommt

Die S2k-Leitlinie Handekzem beschreibt ihr Verfahren offen: Reihendiskussion, Vorherabstimmung, Debatte, endgültige Abstimmung; jedes Mitglied der Expertengruppe hat eine Stimme.

Es wurde generell ein starker Konsens (> 95 % Zustimmung) angestrebt. Wenn dieser auch nach Diskussion nicht erreicht werden konnte, erfolgte eine Verabschiedung mit Konsens (> 75 % Zustimmung).

Deshalb steht hinter jeder Empfehlung eine Prozentzahl und oft auch die Stimmenzahl in Klammern — etwa „100 % (11/11)”. Elf von elf Stimmberechtigten heißt: eine kleine Gruppe, die sich einig war.