- Beleglage:Leitlinie
- Status:In Deutschland zugelassen
Äußerliche Anwendung
Rosazea-Basistherapie
Topische Dauertherapie der Rosazea. Grundlage jeder weiteren Maßnahme — auch vor Laserbehandlungen.
Auch: Rosazea-Behandlung
- Wirkprinzip
- Antientzündliche Topika reduzieren Papeln und Pusteln; gefäßwirksame Präparate adressieren die Rötung getrennt davon.
- Körperregion
- Gesicht · Nase
- Sitzungen
- Dauertherapie mit Erhaltungsphase
- Ausfallzeit
- Keine
- Wirkdauer
- Solange behandelt wird; Rezidive sind die Regel
- Hauptrisiko
- Unterbehandlung der entzündlichen Komponente, wenn nur die Rötung kaschiert wird
Ungeeignet, wenn: die Diagnose nicht gesichert ist: Akne, seborrhoisches Ekzem und periorale Dermatitis sehen ähnlich aus und werden anders behandelt.
Warum die Basistherapie zuerst kommt
Laserbehandlungen entfernen sichtbare Gefäße, und die Abtragung eines Rhinophyms verändert die Form der Nase. Beides ändert nichts daran, dass die zugrunde liegende Erkrankung weiterläuft. Ohne Basistherapie entstehen neue Gefäße nach.
Die Komponenten werden getrennt behandelt
Die Leitlinie gliedert die topische Therapie nach dem Angriffspunkt:
- Entzündliche Komponente (Papeln, Pusteln): Ivermectin, Metronidazol, Azelainsäure
- Vaskuläre Komponente (anhaltende Rötung): Brimonidin und Oxymetazolin
- Schwere Verläufe: zusätzlich systemisch, etwa niedrig dosiertes Doxycyclin
Diese Trennung ist praktisch bedeutsam, weil ein gefäßverengendes Gel die Haut optisch beruhigt, ohne die Entzündung zu behandeln. Wer nur damit arbeitet, behandelt das Symptom, das er sieht — und nicht das, was den Verlauf bestimmt.