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GLABRIOÄsthetische Medizin und Hautpflege für Männer
  • Beleglage:Leitlinie
  • Status:In Deutschland zugelassen

Energiebasierte Verfahren

Atrophe Narben

Eingesunkene Narben, meist nach Akne. Die Leitlinie nennt hier gleich vier starke Empfehlungen.

Auch: Aknenarben · eingesunkene Narben

Wirkprinzip
Selektive Photothermolyse beziehungsweise Ablation: Die Laserenergie wird im Zielgewebe absorbiert und zerstört es gezielt.
Körperregion
Gesicht · Rücken
Sitzungen
Mehrere
Ausfallzeit
Je nach Verfahren; nicht-ablativ deutlich kürzer
Wirkdauer
Anhaltend
Hauptrisiko
Postinflammatorische Hyperpigmentierung ab Hauttyp IV

Ungeeignet, wenn: die Akne noch aktiv ist — dann entstehen neue Narben, während alte behandelt werden.

Empfehlungen

Vier Verfahren mit starker Empfehlung (↑↑, jeweils 100 % Konsens):

  • 1.540–1.550-nm-Laser (z. B. Er:Glass, Diode), fraktioniert nicht-ablativ — ausdrücklich „insbesondere wenn eine geringere Ausfallzeit bevorzugt wird”
  • Farbstofflaser (gepulst) für die erythematösen Anteile der Narbe
  • IPL ebenfalls für erythematöse Anteile
  • 10.600-nm-CO₂-Laser (fraktioniert)

Der 2.940-nm-Er:YAG-Laser (fraktioniert) kann empfohlen werden (↑).

Zwei Zielgrößen

Die Aufteilung ist aufschlussreich: Für die Vertiefung der Narbe arbeiten fraktionierte Verfahren über Kollagenremodellierung. Für die Rötung frischer Narben arbeiten Gefäßlaser und IPL.

Wer eine gerötete, eingesunkene Aknenarbe hat, braucht unter Umständen beides — und das erklärt, warum eine Behandlung selten reicht.

Hauttyp beachten

Die Leitlinie weist unter „Sonstige Hinweise” ausdrücklich auf stark pigmentierte Haut ab Hauttyp IV hin. Das Risiko einer postinflammatorischen Hyperpigmentierung steigt dort deutlich.