- Beleglage:Leitlinie
- Status:In Deutschland zugelassen
Energiebasierte Verfahren
Hypertrophe Narben
Erhabene, aber auf das Wundgebiet begrenzte Narben. Behandlung zielt zuerst auf die Rötung.
Auch: wulstige Narben
- Wirkprinzip
- Selektive Photothermolyse beziehungsweise Ablation: Die Laserenergie wird im Zielgewebe absorbiert und zerstört es gezielt.
- Körperregion
- Körper · Gesicht
- Sitzungen
- Mehrere
- Ausfallzeit
- Kurz bis mittel
- Wirkdauer
- Anhaltend
- Hauptrisiko
- Verwechslung mit Keloid — die Behandlung unterscheidet sich
Ungeeignet, wenn: es sich tatsächlich um ein Keloid handelt: Dieses wächst über das Wundgebiet hinaus und wird anders behandelt.
Empfehlungen
Kann empfohlen werden (↑, jeweils 100 %):
- 585–595-nm-Farbstofflaser, vor allem zur Erythemreduktion bei frischen, stärker vaskularisierten, geröteten hypertrophen Narben
- 1.540–1.550-nm-Laser (fraktioniert) im Rahmen einer Kombinationsbehandlung
Kann erwogen werden (0): Nd:YAG-Laser — unter Berücksichtigung der tieferen Eindringtiefen bei dickeren Narben und dunkleren Hauttypen zur Erythemreduktion; IPL alternativ zum Farbstofflaser.
Ablativ: CO₂-Laser (fraktioniert) für inaktive, lineare und flächige Narben.
Der Unterschied zum Keloid
Eine hypertrophe Narbe bleibt auf das ursprüngliche Wundgebiet begrenzt. Ein Keloid wächst darüber hinaus.
Das ist keine akademische Unterscheidung: Keloide neigen dazu, auf Reize mit weiterem Wachstum zu reagieren. Die Leitlinie behandelt beide deshalb in getrennten Abschnitten — und bei Keloiden steht die Kombination mit Triamcinoloninjektion im Vordergrund.