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GLABRIOÄsthetische Medizin und Hautpflege für Männer
  • Beleglage:Studienlage
  • Status:In Deutschland zugelassen

Wirkstoff

Finasterid

5-Alpha-Reduktase-Hemmer Typ 2. Zugelassen gegen androgenetischen Haarausfall — in erster Linie ein Erhaltungsmedikament.

Auch: Propecia · Finasterid 1 mg

Anwendung
Als Tablette
Verschreibung
Rezeptpflichtig
Wirkprinzip
Hemmt selektiv die 5-Alpha-Reduktase Typ 2 und senkt dadurch den Dihydrotestosteron-Spiegel in der Kopfhaut.
Dosis
1 mg täglich zur Behandlung des androgenetischen Haarausfalls
Wirkeintritt
Beurteilung frühestens nach sechs Monaten, belastbar nach zwölf
Häufige Nebenwirkungen
sexuelle Funktionsstörungen · Stimmungsveränderungen

Ungeeignet, wenn: eine Schwangerschaft im Haushalt möglich ist oder eine Depressionsanamnese besteht, ohne dass das ärztlich besprochen wurde.

Leitlinienlage

Für den androgenetischen Haarausfall gibt es derzeit kein gültiges deutschsprachiges Leitliniendokument. Die AWMF-Leitlinie 013-064 ist als S1 geführt und seit dem 30. Mai 2019 abgelaufen; sie befindet sich in Überarbeitung.

Wer eine „S3-Leitlinie androgenetische Alopezie” zitiert findet, liest eine Falschangabe.

Zeitachse

  • Woche 4–12: mögliches Shedding
  • Monat 6: frühestens beurteilbar, ob der Verlust steht
  • Monat 12: realistischer Zeitpunkt für die Bewertung einer Verdichtung
  • Nach Absetzen: der gewonnene Zustand geht binnen sechs bis zwölf Monaten verloren

Ein praktischer Hinweis zur Vorsorge

Die Hemmung der 5-Alpha-Reduktase wirkt auch in der Prostata und verändert den PSA-Wert. Das ist keine Nebenwirkung, aber eine Fehlerquelle bei späteren Untersuchungen — sagen Sie es der Urologin, auch wenn nicht danach gefragt wird.