Lexikon · Recht und Zulassung
Nachsorge beim Melanom
Etwa 20 Prozent der Rezidive treten erst nach dem fünften Jahr auf. Deshalb reicht die Nachsorge weiter.
Auch: Melanom-Nachsorge
Die S3-Leitlinie begründet die Dauer der Nachsorge mit einer konkreten Zahl:
Da jedoch ca. 20 % der Rezidive nach dem Jahr 5 nach Primärdiagnose auftreten, scheint es sinnvoll, die Dauer der Nachsorge bis 10 Jahre aufrechtzuerhalten.
Für Spätrezidive und für protrahiert auftretende Zweitmelanome empfiehlt sie zusätzlich, Patientinnen und Patienten zu einer intensiven Selbstuntersuchung anzuleiten — mit der Begründung, dass diese lebenslang durch sie selbst durchgeführt werden kann.
Zur Frage lebenslanger Nachsorge referiert die Leitlinie unterschiedliche Positionen: Einige Gruppen empfehlen sie vorwiegend wegen eines erhöhten Zweitmelanomrisikos, während einige Studien zeigten, dass die meisten Zweitmelanome in den ersten beiden Jahren nach Diagnose des Erstmelanoms auftreten.
Die praktische Konsequenz
Die wirksamste Nachsorge ist die, die zwischen den Terminen stattfindet. Wer einmal ein Melanom hatte, sollte wissen, worauf zu achten ist — und das regelmäßig tun, nicht nur beim Kontrolltermin.