Lexikon · Technik
Koagulation
Thermischer Gewebeverschluss ohne Abtragung. Grundlage der Gefäßbehandlung.
Auch: Photokoagulation · Gerinnung
Bei der Koagulation wird Gewebe so weit erhitzt, dass Eiweiße gerinnen und ein Gefäß sich verschließt — ohne dass Material abgetragen wird. Die Lasertherapie-Leitlinie spricht bei Gefäßen von selektiver Photokoagulation neben der selektiven Photothermolyse.
Für die Behandlung von Besenreisern beschreibt sie das Verfahren ausdrücklich als selektive Fotokoagulation und ordnet die Wellenlängen der Gefäßfarbe zu.
Die Koagulationswirkung ist auch bei abtragenden Verfahren relevant: Der CO₂-Laser koaguliert stärker als der Er:YAG-Laser — er blutet weniger, heilt aber langsamer ab. Beim Laser-assisted drug delivery ist eine moderate Koagulationszone sogar erwünscht, weil sie die Anreicherung des Wirkstoffs begünstigt.
Koagulation und Ablation sind also keine Gegensätze, sondern zwei Effekte derselben Energiezufuhr in unterschiedlicher Dosierung.