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GLABRIOÄsthetische Medizin und Hautpflege für Männer
  • Beleglage:Leitlinie
  • Status:In Deutschland zugelassen

Chirurgische Eingriffe

Chemisches Peeling bei aktinischen Keratosen

Unspezifische Abtragung von Hautschichten bis in eine definierte Tiefe. Laut Leitlinie eine offene Option — Empfehlungsgrad 0.

Auch: Chemoexfoliation · Chemical Peel

Wirkprinzip
Eine aufgetragene Säure zerstört die Hautschichten bis zu einer von der Substanz und Konzentration abhängigen Tiefe. Der Effekt ist nicht selektiv: Veränderte und gesunde Keratinozyten werden gleichermaßen abgetragen, die Regeneration erfolgt aus den tieferen Schichten.
Körperregion
Gesicht · Kopfhaut
Sitzungen
Nach Befund und Peeling-Tiefe
Ausfallzeit
Je nach Tiefe Tage bis Wochen
Wirkdauer
Kontrolle des Feldes bleibt nötig
Hauptrisiko
Bei zu tiefer Abtragung Narben und Pigmentverschiebungen

Ungeeignet, wenn: das Peeling ohne Erfahrung in der Tiefensteuerung durchgeführt wird — die Wirkung ist unspezifisch und die Tiefe entscheidet über Erfolg und Narbe.

Die Empfehlung

Empfehlungsgrad 0 — die offene Option, sprachlich „kann” —, Level of Evidence 3, starker Konsens:

Chemoexfoliation durch Peelings kann für einzelne oder multiple aktinische Keratosen sowie bei Feldkanzerisierung angeboten werden.

Die Leitlinie stützt sich dabei auf eine Einzelstudie sowie eine systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse.

Warum nur Grad 0

Das Prinzip beruht laut Leitlinie „auf einer unspezifischen Ablation von Hautschichten bis zu einer bestimmten Tiefe”. Genau darin liegt die Schwäche gegenüber den topischen Verfahren: Ein Peeling unterscheidet nicht zwischen veränderten und gesunden Zellen. Es trägt ab, was in der Tiefe liegt, die die Säure erreicht.

Wo es dennoch sinnvoll ist

Als Bestandteil einer Kombinationstherapie. Die Leitlinie empfiehlt Kombinationen aus feld- und läsionsgerichteten Verfahren mit Empfehlungsgrad B und Level of Evidence 1 — ein abtragendes Verfahren vor einer topischen oder photodynamischen Behandlung verbessert deren Eindringen.