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GLABRIOÄsthetische Medizin und Hautpflege für Männer
  • Beleglage:Leitlinie
  • Status:In Deutschland zugelassen

Wirkstoff

Methylaminolävulinat

Methylester der 5-Aminolävulinsäure. Zweiter Photosensibilisator der photodynamischen Therapie, in Studien besonders häufig eingesetzt.

Auch: MAL · Methyl-5-aminolävulinat

Anwendung
Äußerlich
Verschreibung
Rezeptpflichtig
Wirkprinzip
Wie die Ausgangssubstanz eine Vorstufe von Protoporphyrin IX, durch die Veresterung jedoch fettlöslicher. In veränderten Keratinozyten reichert sich der Farbstoff an; die anschließende Belichtung zerstört die Zellen.
Häufige Nebenwirkungen
Schmerz während der Belichtung · Rötung · Krustenbildung

Ungeeignet, wenn: Porphyrie oder eine bekannte Lichtempfindlichkeit besteht.

Wofür die Leitlinie MAL nennt

Die S3-Leitlinie führt Methylaminolävulinat in mehreren Empfehlungen, jeweils gleichrangig mit 5-Aminolävulinsäure:

  • aktinische Keratosen und Feldkanzerisierung, Rotlicht — Empfehlungsgrad B, Level of Evidence 1
  • dieselbe Indikation bei Immunsuppression — Empfehlungsgrad B, Level of Evidence 2
  • Tageslicht-PDT — Empfehlungsgrad B, Level of Evidence 1
  • Cheilitis actinica — Empfehlungsgrad B, Level of Evidence 1

Was die Vergleichsstudien zeigen

Gegen Diclofenac-Natrium 3 % Gel: Nach drei Monaten zeigten 68 % der mit MAL-PDT und 27 % der mit Diclofenac behandelten Personen ein komplettes Ansprechen aller Läsionen. Läsionsbezogen lagen die Abheilraten bei 85,9 % gegenüber 51,8 %. Auch das kosmetische Ergebnis wurde für MAL-PDT von Prüfärzten und Behandelten signifikant besser bewertet.

Der Grad der Läsion entscheidet mit

Für die Tageslicht-Variante nennt die Leitlinie eine deutliche Abstufung nach Schweregrad:

Läsionsgrad (nach Olsen)Komplette Abheilung
Grad I80,2 %
Grad II63,8 %
Grad III39,3 %

Dickere, stärker verhornte Läsionen sprechen also schlechter an. Das ist kein Argument gegen die Methode, sondern eines für die richtige Auswahl.