Zum Inhalt springen
GLABRIOÄsthetische Medizin und Hautpflege für Männer

Lexikon · Technik

Mikrographisch kontrollierte Chirurgie

Operation mit lückenloser Schnittrandkontrolle. Vorbehalten für schwierige Lokalisationen.

Auch: Mohs-Chirurgie · MKC

Bei der mikrographisch kontrollierten Chirurgie wird der entfernte Tumor lückenlos auf tumorfreie Schnittränder untersucht. Ist ein Rand noch befallen, wird gezielt nachreseziert — statt großflächig auf Verdacht.

Die S3-Leitlinie ordnet den Einsatz ein: Die Therapie des Morbus Bowen mittels mikrographisch kontrollierter Chirurgie sollte speziellen Lokalisationen vorbehalten sein — genannt werden Fingerendglied, Mund- oder Augennähe, in denen ein klinischer Sicherheitsabstand nicht gewährleistet werden kann, sowie klinisch nicht abgrenzbare Rezidiv-Situationen.

Der Gegensatz

Die Leitlinie stellt daneben die schnellen destruktiven Verfahren: Kürettage, Elektrokauterisierung und Elektrodesikkation stünden zur schnellen und einfachen Abtragung zur Verfügung. Allerdings sei bei diesen Verfahren Intensität und Tiefe der Abtragung nicht standardisiert, was eine definitive Beurteilung erschwert.

Genau darin liegt der Unterschied: Geschwindigkeit gegen Kontrolle. Im Gesicht, wo jeder Millimeter zählt, gewinnt die Kontrolle.