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GLABRIOÄsthetische Medizin und Hautpflege für Männer

Lexikon · Technik

Flachexzision bei Melanomverdacht

Ausdrücklich nicht empfohlen — sie verhindert die Beurteilung von Rändern und Tumordicke.

Auch: Shave bei Melanomverdacht

Die S3-Leitlinie zum Melanom ist an dieser Stelle unmissverständlich:

Eine Flachexzision wird bei Verdacht auf ein malignes Melanom nicht empfohlen. Bei einer solchen wird der Tumor oft nicht sicher im Gesunden entfernt, sodass sich nicht alle lateralen Schnittränder und die Tumordicke beurteilen lassen.

Grundlage der histologischen Diagnosesicherung ist die Beurteilung des Gesamttumors — dafür ist eine komplette Exzision notwendig. Wichtige Kriterien sind unter anderem die Symmetrie des Tumors und die jeweils laterale Begrenzung.

Warum das praktisch wichtig ist

Flache Abtragungen sind schnell, unkompliziert und in vielen Praxen Routine — bei seborrhoischen Keratosen, aktinischen Keratosen und ähnlichen Befunden völlig angemessen.

Bei Melanomverdacht kosten sie die entscheidende Information: die Tumordicke nach Breslow, den wichtigsten prognostischen Faktor.

Dasselbe gilt sinngemäß für Laserbehandlungen an unklaren Pigmentläsionen — nur dass dort gar kein Gewebe übrig bleibt.