Lexikon · Technik
Eindringtiefe
Wie tief Laserstrahlung ins Gewebe vordringt. Steigt mit der Wellenlänge — und entscheidet über die Eignung.
Auch: Penetrationstiefe
Die Eindringtiefe beschreibt, wie weit Laserstrahlung ins Gewebe vordringt, bevor sie absorbiert oder gestreut wird. Als Faustregel gilt: Je länger die Wellenlänge, desto tiefer.
Die Lasertherapie-Leitlinie macht die praktische Bedeutung an einem Beispiel deutlich. Der langgepulste 694-nm-Rubinlaser wird zur Haarentfernung nicht empfohlen — begründet damit, dass aufgrund der kurzen Wellenlänge die Eindringtiefe limitiert ist, was trotz guter Absorption im Melanin zu unterlegenen Ergebnissen führt.
Umgekehrt empfiehlt die Leitlinie für dunklere Hauttypen Laser höherer Wellenlängen und nennt bei Keloiden den Nd:YAG-Laser ausdrücklich „unter Berücksichtigung der tieferen Eindringtiefen”.
Zwei Fragen entscheiden also über die Geräteauswahl: Wo sitzt das Ziel, und welches Chromophor soll erreicht werden.