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GLABRIOÄsthetische Medizin und Hautpflege für Männer

Lexikon · Technik

Eindringtiefe

Wie tief Laserstrahlung ins Gewebe vordringt. Steigt mit der Wellenlänge — und entscheidet über die Eignung.

Auch: Penetrationstiefe

Wellenlängen der Lasersysteme und die Richtung der EindringtiefeVon links nach rechts mit zunehmender Wellenlänge: KTP 532 Nanometer, Farbstofflaser 595 Nanometer, Rubinlaser 694 Nanometer, Alexandritlaser 755 Nanometer, Diodenlaser 810 und 940 Nanometer, Neodym-YAG 1064 Nanometer. Mit zunehmender Wellenlänge nimmt die Eindringtiefe zu; die Leitlinie nennt dafür keine Messwerte.Wellenlängelänger →532 nmKTP595 nmFarbstoff694 nmRubin755 nmAlexandrit810 nmDiode940 nmDiode1064 nmNd:YAGoberflächlichtiefer
Je kürzer die Wellenlänge, desto begrenzter die Eindringtiefe. Die Leitlinie begründet damit, warum sie den Rubinlaser zur Haarentfernung nicht empfiehlt.Rangfolge, keine Messwerte: Die Leitlinie beschreibt den Zusammenhang qualitativ und nennt keine Eindringtiefen in Millimetern.Quelle: S2k-Leitlinie Lasertherapie der Haut 013-095

Die Eindringtiefe beschreibt, wie weit Laserstrahlung ins Gewebe vordringt, bevor sie absorbiert oder gestreut wird. Als Faustregel gilt: Je länger die Wellenlänge, desto tiefer.

Die Lasertherapie-Leitlinie macht die praktische Bedeutung an einem Beispiel deutlich. Der langgepulste 694-nm-Rubinlaser wird zur Haarentfernung nicht empfohlen — begründet damit, dass aufgrund der kurzen Wellenlänge die Eindringtiefe limitiert ist, was trotz guter Absorption im Melanin zu unterlegenen Ergebnissen führt.

Umgekehrt empfiehlt die Leitlinie für dunklere Hauttypen Laser höherer Wellenlängen und nennt bei Keloiden den Nd:YAG-Laser ausdrücklich „unter Berücksichtigung der tieferen Eindringtiefen”.

Zwei Fragen entscheiden also über die Geräteauswahl: Wo sitzt das Ziel, und welches Chromophor soll erreicht werden.