- Beleglage:Leitlinie
- Status:In Deutschland zugelassen
Energiebasierte Verfahren
Syringome
Kleine Knötchen aus Schweißdrüsengewebe, meist am Unterlid. Ablative Laser sind Mittel der Wahl.
Auch: Schweißdrüsenadenome
- Wirkprinzip
- Selektive Photothermolyse beziehungsweise Ablation: Die Laserenergie wird im Zielgewebe absorbiert und zerstört es gezielt.
- Körperregion
- Augenlid · Gesicht
- Sitzungen
- Meist mehrere
- Ausfallzeit
- Kurz
- Wirkdauer
- Anhaltend, Rezidive möglich
- Hauptrisiko
- Narbenbildung und Pigmentverschiebung bei zu tiefer Abtragung
Ungeeignet, wenn: die Knötchen sehr zahlreich sind und eine flächige Abtragung nötig wäre — das Narbenrisiko steigt dann erheblich.
Empfehlungen
Die Leitlinie nennt für Syringome:
- 2.940-nm-Er:YAG-Laser (traditionell ablativ): wird empfohlen (↑↑, 100 Prozent Konsens)
- 10.600-nm-CO₂-Laser (traditionell ablativ): kann empfohlen werden (↑)
- 532-nm-KTP-Laser: kann erwogen werden (0)
Dass der Er:YAG-Laser hier die stärkere Empfehlung erhält, passt zu seinem Profil: Die kalte Ablation löst Erythem und postinflammatorische Hyperpigmentierung weniger intensiv und seltener aus als der CO₂-Laser — ein Vorteil an einer so sichtbaren und dünnhäutigen Stelle wie dem Unterlid.