- Beleglage:Leitlinie
- Status:In Deutschland zugelassen
Energiebasierte Verfahren
Postinflammatorische Hyperpigmentierung — Behandlung
Dunkle Flecken nach Entzündung oder Behandlung. Laser können helfen — und dasselbe Problem auslösen.
Auch: PIH-Behandlung · Berloque-Dermatitis
- Wirkprinzip
- Selektive Photothermolyse: Die Laserenergie wird im Zielpigment oder Zielgefäß absorbiert und zerstört es, ohne das umliegende Gewebe zu schädigen.
- Körperregion
- Gesicht · Körper
- Sitzungen
- Mehrere
- Ausfallzeit
- Kurz
- Wirkdauer
- Abhängig von Sonnenschutz und Grunderkrankung
- Hauptrisiko
- Verstärkung der Pigmentierung durch die Behandlung selbst
Ungeeignet, wenn: die auslösende Entzündung noch aktiv ist — dann entsteht die Pigmentierung immer wieder neu.
Empfehlungen
Für postinflammatorische Hyperpigmentierungen einschließlich der Berloque-Dermatitis nennt die Leitlinie:
- gütegeschalteter 755-nm-Alexandritlaser im Pikosekundenbereich: kann empfohlen werden (↑, 100 Prozent Konsens)
- gütegeschalteter 1.064-nm-Nd:YAG-Laser im Piko- oder Nanosekundenbereich
Der Zirkelschluss, den man kennen muss
Postinflammatorische Hyperpigmentierung ist zugleich eine der häufigsten Nebenwirkungen von Laserbehandlungen — die Leitlinie nennt sie neben dem Erythem als wesentliches Nebenwirkungsprofil ablativer Verfahren.
Ein Laser kann sie also behandeln und auslösen. Daraus folgen zwei Regeln:
Zuerst die Ursache. Solange die auslösende Entzündung — etwa eine unbehandelte Akne — aktiv ist, entstehen neue Flecken schneller, als alte entfernt werden.
Nicht auf gebräunter Haut. Die Leitlinie rät bei ablativen Verfahren ausdrücklich von der Behandlung stark vorgebräunter Haut ab; für Pigmentbehandlungen gilt dasselbe Prinzip.