Zum Inhalt springen
GLABRIOÄsthetische Medizin und Hautpflege für Männer
  • Beleglage:Leitlinie
  • Status:In Deutschland zugelassen

Energiebasierte Verfahren

Melasma-Behandlung

Flächige Pigmentierung, meist im Gesicht. Alle Empfehlungen der Leitlinie enthalten den Zusatz: geringe Energieleistung.

Auch: Chloasma · Pigmentflecken flächig

Wirkprinzip
Selektive Photothermolyse: Die Laserenergie wird im Zielpigment oder Zielgefäß absorbiert und zerstört es, ohne das umliegende Gewebe zu schädigen.
Körperregion
Gesicht
Sitzungen
Mehrere
Ausfallzeit
Kurz
Wirkdauer
Rezidivneigung hoch, Sonnenschutz entscheidend
Hauptrisiko
Verschlechterung durch zu hohe Energie — Melasma reagiert paradox auf aggressive Behandlung

Ungeeignet, wenn: hohe Energiedichten geplant sind: Die Leitlinie empfiehlt durchgängig geringe Energieleistung.

Was die Leitlinie empfiehlt

Auffällig ist, dass jede Empfehlung den Zusatz „mit geringer Energieleistung” trägt:

  • gütegeschalteter 694-nm-Rubinlaser, 532-nm-KTP-Laser und 755-nm-Alexandritlaser im Piko- oder Nanosekundenbereich, mit geringer Energieleistung: kann empfohlen werden (↑, 83 Prozent, eine Enthaltung)
  • 1.927-nm-Thulium-Laser mit geringer Energieleistung (nicht selektive Pigmentwirkung): kann empfohlen werden (↑, 80 Prozent, eine Enthaltung)
  • gütegeschalteter 1.064-nm-Nd:YAG-Laser im Piko- oder Nanosekundenbereich mit geringer Energieleistung

Warum das so betont wird

Melasma ist keine gewöhnliche Pigmentläsion. Es reagiert auf zu aggressive Behandlung mit Verschlechterung — die Entzündung führt zu neuer Pigmentproduktion. Mehr Energie bringt hier nicht mehr Ergebnis, sondern das Gegenteil.

Auch die Konsensstärken sind niedriger als bei anderen Indikationen (83 und 80 Prozent statt der sonst üblichen 100). Das ist ein ehrliches Signal: Die Expertenkommission war sich hier weniger einig als anderswo.