- Beleglage:Leitlinie
- Status:In Deutschland zugelassen
Energiebasierte Verfahren
Feuermal-Behandlung
Angeborene Gefäßfehlbildung. Eine der wenigen Indikationen mit einer ausdrücklichen Nicht-Empfehlung.
Auch: Naevus flammeus · Port-wine stain
- Wirkprinzip
- Selektive Photothermolyse: Die Laserenergie wird im Zielpigment oder Zielgefäß absorbiert und zerstört es, ohne das umliegende Gewebe zu schädigen.
- Körperregion
- Gesicht · Körper
- Sitzungen
- Viele, oft über Jahre
- Ausfallzeit
- Purpura für ein bis zwei Wochen
- Wirkdauer
- Anhaltend, Nachdunkeln möglich
- Hauptrisiko
- Unvollständige Aufhellung; Purpura nach jeder Sitzung
Ungeeignet, wenn: ein 532-nm-KTP-Laser eingesetzt werden soll — dessen Einsatz wird bei dieser Indikation ausdrücklich nicht empfohlen.
Klare Rangfolge
Die Leitlinie trifft hier ungewöhnlich deutliche Aussagen:
| Verfahren | Empfehlung | Konsens |
|---|---|---|
| 585–610-nm-Farbstofflaser (gepulst) | wird empfohlen ↑↑ | 100 % |
| 1.064-nm-Nd:YAG bei tuberöser Transformation | wird empfohlen ↑↑ | 100 % |
| 755-nm-Alexandritlaser | kann erwogen werden (0) | 100 % |
| IPL | wird empfohlen ↑↑ | 40 %, 3 Enthaltungen |
| 532-nm-KTP-Laser | wird nicht empfohlen ↓ | 100 % |
Zwei Dinge verdienen Beachtung.
Die Nicht-Empfehlung. Der 532-nm-KTP-Laser und analoge Systeme werden hier ausdrücklich nicht empfohlen — bei voller Zustimmung der Kommission.
Der schwache Konsens bei IPL. Die Empfehlung trägt zwar ein Doppelpfeil, aber nur 40 Prozent Zustimmung bei drei Enthaltungen. Das ist ein Beispiel dafür, warum man die Konsensstärke mitlesen sollte und nicht nur das Symbol.