- Beleglage:Leitlinie
- Status:In Deutschland zugelassen
Energiebasierte Verfahren
Feigwarzen-Behandlung
Abtragung von Genitalwarzen mit dem CO₂-Laser. Die Leitlinie verlangt eine gründliche Anamnese vorab.
Auch: Condylomata acuminata · Genitalwarzen
- Wirkprinzip
- Selektive Photothermolyse beziehungsweise Ablation: Die Laserenergie wird im Zielgewebe absorbiert und zerstört es gezielt.
- Körperregion
- Genitalbereich
- Sitzungen
- Je nach Befall
- Ausfallzeit
- Mittel
- Wirkdauer
- Rezidive möglich
- Hauptrisiko
- Rezidive; Übertragungsrisiko bleibt bestehen
Ungeeignet, wenn: die Anogenitalregion nicht vollständig inspiziert wurde — Befunde außerhalb des sichtbaren Bereichs werden sonst übersehen.
Empfehlung
Für Condylomata acuminata wird der Einsatz eines 10.600-nm-CO₂-Lasers empfohlen (↑↑, 86 Prozent Konsens, eine Enthaltung).
Was vorher abgeklärt werden muss
Die Leitlinie verlangt vor der Laserbehandlung eine deutlich weitergehende Abklärung als bei rein kosmetischen Indikationen:
- Anamnese bezüglich möglicher Risikokontakte und anderer sexuell übertragbarer Infektionen, Partnerschaft, Impfstatus, Vorgeschichte bezüglich HPV-Infektionen sowie Immunsuppression einschließlich der Einnahme von Biologicals
- Inspektion der kompletten Anogenitalregion einschließlich Fossa navicularis; bei klinischen Hinweisen weiterführende fachspezifische Abklärung
Einordnung
Das ist keine ästhetische Behandlung. Sie gehört in dermatologische oder urologische Hand, und die Abtragung ersetzt weder die Abklärung der Partnersituation noch die Impfprävention.