- Beleglage:Leitlinie
- Status:In Deutschland zugelassen
Energiebasierte Verfahren
Epidermaler Nävus
Angeborene, oft linear angeordnete warzige Hautverdickung. Wie beim Naevus sebaceus gilt: Narbe oder Rezidiv.
Auch: Naevus verrucosus
- Wirkprinzip
- Selektive Photothermolyse beziehungsweise Ablation: Die Laserenergie wird im Zielgewebe absorbiert und zerstört es gezielt.
- Körperregion
- Körper · Gesicht
- Sitzungen
- Je nach Ausdehnung
- Ausfallzeit
- Deutlich
- Wirkdauer
- Rezidive häufig
- Hauptrisiko
- Narbenbildung bei vollständiger Entfernung
Ungeeignet, wenn: die Läsion ausgedehnt ist — das Verhältnis von Narbe zu Nutzen verschiebt sich dann ungünstig.
Einordnung
Die Leitlinie behandelt den epidermalen Nävus gemeinsam mit dem Naevus sebaceus und gibt für beide denselben Aufklärungshinweis: Bei vollständiger Entfernung ohne Rezidiv entsteht größenabhängig eine Narbe, und das Risiko dafür beziehungsweise für ein Rezidiv ist deutlich höher als bei kleineren Läsionen wie der fibrösen Nasenpapel.
Behandelt wird ablativ mit CO₂- oder Er:YAG-Laser.
Die Abwägung
Bei einer flächigen, linear verlaufenden Läsion steht am Ende die Frage, ob eine Narbe in derselben Ausdehnung das bessere Ergebnis ist als der Ausgangsbefund.
Diese Frage lässt sich nicht allgemein beantworten — sie hängt von Lokalisation, Größe und davon ab, wie sichtbar die Stelle im Alltag ist. Eine Praxis, die sie nicht stellt, hat nicht beraten.