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GLABRIOÄsthetische Medizin und Hautpflege für Männer
  • Beleglage:Leitlinie
  • Status:In Deutschland zugelassen

Energiebasierte Verfahren

Akne inversa — Laseroptionen

Chronisch-entzündliche Erkrankung mit Abszessen in Achsel- und Leistenregion. Laser ist hier Ergänzung, nicht Therapie.

Auch: Hidradenitis suppurativa

Wirkprinzip
Der Farbstofflaser zielt auf die Gefäßversorgung der Entzündungsherde; ablative Verfahren tragen Gänge und Narbenstränge ab.
Körperregion
Achseln · Leiste · Gesäß
Sitzungen
Mehrere
Ausfallzeit
Je nach Verfahren
Wirkdauer
Begrenzt; die Grunderkrankung besteht fort
Hauptrisiko
Fehleinschätzung als kosmetisches Problem statt als chronische Erkrankung

Ungeeignet, wenn: die Grunderkrankung nicht leitliniengerecht behandelt wird — der Laser ersetzt keine systemische Therapie.

Empfehlung

Die Lasertherapie-Leitlinie verweist zunächst auf die eigenständigen Leitlinien zur Erkrankung und spezifiziert dann:

Der Einsatz eines 595-nm-Farbstofflasers zur Reduktion der Entzündungsprozesse kann erwogen werden (0, 100 Prozent Konsens).

Mehr steht dort nicht — und das ist die eigentliche Aussage.

Warum das wichtig ist

Akne inversa wird häufig jahrelang als „wiederkehrende Abszesse” oder als Hygieneproblem missverstanden. Sie ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung mit erheblicher Krankheitslast, für die eigene Leitlinien existieren.

Ein Laserangebot, das sie als kosmetisches Problem behandelt, verkennt die Erkrankung. Die Lasertherapie kann Teil eines Behandlungsplans sein — sie ersetzt weder die medikamentöse noch gegebenenfalls die chirurgische Therapie.

Wer betroffen ist, gehört in dermatologische Behandlung, nicht in eine ästhetische Sprechstunde.