- Beleglage:Leitlinie
- Status:In Deutschland zugelassen
Energiebasierte Verfahren
Xanthelasma-Entfernung
Entfernung gelblicher Fetteinlagerungen am Augenlid. Die Leitlinie hält hier die Operation oft für die bessere Wahl.
Auch: Xanthelasma palpebrarum
- Wirkprinzip
- Selektive Photothermolyse beziehungsweise Ablation: Die Laserenergie wird im Zielgewebe absorbiert und zerstört es gezielt.
- Körperregion
- Augenlid
- Sitzungen
- Je nach Ausdehnung
- Ausfallzeit
- Kurz
- Wirkdauer
- Rezidivrate bei manchen Patienten sehr hoch
- Hauptrisiko
- Hohe Rezidivneigung; Narbenbildung am Lid
Ungeeignet, wenn: die Läsion groß genug für eine Operation ist — diese kann laut Leitlinie kosmetisch überlegen sein.
Empfehlungen
Die Leitlinie führt für das Xanthelasma palpebrarum zwei Optionen mit Empfehlungsstärke 0 („kann erwogen werden”, jeweils 100 Prozent Konsens):
- langgepulster 1.064-nm-Nd:YAG-Laser
- gepulster 595–585-nm-Farbstofflaser
Der bemerkenswerte Hinweis
Ungewöhnlich für eine Lasertherapie-Leitlinie ist die Empfehlung, in geeigneten Fällen die Operation gegenüber der Lasertherapie zu bevorzugen — wegen der geringeren Sichtbarkeit der Narbe und, bei Durchführung durch erfahrene Operateure, eines unter Umständen kosmetisch zufriedenstellenderen Ergebnisses.
Dazu kommt der Aufklärungshinweis: Die Rezidivrate ist bei manchen Patienten sehr hoch.
Ein Xanthelasma kann auf eine Fettstoffwechselstörung hinweisen. Die Entfernung beseitigt das Zeichen, nicht die Ursache — eine Abklärung der Blutfettwerte gehört dazu.