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GLABRIOÄsthetische Medizin und Hautpflege für Männer
  • Beleglage:Leitlinie
  • Status:Off-Label in Deutschland

Injektionen

Botulinumtoxin zur Narbenprophylaxe

Ruhigstellung der Muskulatur um eine frische Wunde, um die Narbenbildung günstig zu beeinflussen.

Auch: Narbenprävention

Wirkprinzip
Hemmt die Acetylcholin-Freisetzung an der motorischen Endplatte und schwächt so den Zielmuskel.
Körperregion
Stirn · Oberlippe
Sitzungen
Stirn 1–4 IE bzw. 2–10 Speywood E; Lippe 2–8 IE bzw. 4–20 Speywood E je Injektionspunkt
Ausfallzeit
Keine
Wirkdauer
Die Leitlinie zielt auf das entscheidende Zeitfenster der ersten drei Monate
Hauptrisiko
Temporäre Funktionseinschränkung, etwa Ptosis von Augenbraue, Oberlid oder Lippe

Ungeeignet, wenn: die Wunde bereits abgeheilt ist — das Verfahren wirkt auf die Narbenbildung, nicht auf bestehende Narben.

Prinzip

Zug auf eine frische Wunde verschlechtert die Narbenbildung. Wird die umliegende Muskulatur vorübergehend ruhiggestellt, entfällt dieser Zug in der entscheidenden Phase.

Die Leitlinie nennt als Zielsetzung, das entscheidende Zeitfenster der ersten drei Monate abzudecken; eine längere Behandlungsdauer kann erwogen werden.

Dosis nach Areal

ArealDosis je Injektionspunkt
Stirn1–4 IE bzw. 2–10 Speywood E
Lippe2–8 IE bzw. 4–20 Speywood E

Aufklärung

Die Leitlinie weist ausdrücklich darauf hin, dass eine temporäre Funktionseinschränkung — etwa eine Ptosis von Augenbraue, Oberlid oder Lippe — nach Aufklärung in Kauf genommen werden kann. Bei einer präventiven Maßnahme ist diese Abwägung besonders sorgfältig zu treffen.