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GLABRIOÄsthetische Medizin und Hautpflege für Männer
  • Beleglage:Leitlinie
  • Status:In Deutschland zugelassen

Energiebasierte Verfahren

IPL-Behandlung

Kein Laser, sondern gebündeltes Blitzlicht mehrerer Wellenlängen. Unterliegt denselben Schutzvorschriften wie Laser.

Auch: Intense Pulsed Light · Blitzlampe

Wirkprinzip
Breitbandiges Blitzlicht wird gefiltert und wirkt über Absorption in Melanin oder Hämoglobin. Weniger selektiv als ein Laser mit einer definierten Wellenlänge.
Körperregion
Gesicht · Körper
Sitzungen
Mehrere
Ausfallzeit
Kurz
Wirkdauer
Je nach Indikation
Hauptrisiko
Verbrennungen und Pigmentverschiebungen, da weniger selektiv als Laser

Ungeeignet, wenn: eine hohe Selektivität gefragt ist — etwa bei Tattoo-Pigmenten, für die IPL ungeeignet ist.

Der Unterschied zum Laser

Ein Laser liefert Licht einer Wellenlänge. IPL liefert ein breites Spektrum, das über Filter eingegrenzt wird. Daraus folgt eine geringere Selektivität: Die Energie verteilt sich auf mehrere Zielstrukturen statt auf eine.

Für die Praxis heißt das, dass IPL bei gut kontrastierten Aufgaben brauchbare Ergebnisse liefert, bei schwierigen Ausgangslagen — dunklere Haut, helles Haar, Pigmentläsionen — aber ein höheres Nebenwirkungsrisiko trägt.

Rechtlich gleichgestellt

Die NiSV erfasst ausdrücklich sowohl Lasereinrichtungen der Klassen 1C, 2M, 3R, 3B und 4 als auch IPL. Der Arztvorbehalt gilt damit für IPL genauso: bei Gefäßveränderungen, pigmentierten Hautveränderungen, Tattooentfernung und Anwendungen, die über Haut und Anhangsgebilde hinauswirken.

„Das ist ja nur IPL, kein Laser” ist kein Argument, sondern ein Irrtum.