- Beleglage:Leitlinie
- Status:In Deutschland zugelassen
Energiebasierte Verfahren
Granuloma faciale
Seltene, hartnäckige rotbraune Plaque im Gesicht. Therapieresistent gegenüber vielem — Laser ist eine Option.
Auch: Granuloma eosinophilicum faciei
- Wirkprinzip
- Selektive Photothermolyse beziehungsweise Ablation: Die Laserenergie wird im Zielgewebe absorbiert und zerstört es gezielt.
- Körperregion
- Gesicht
- Sitzungen
- Mehrere
- Ausfallzeit
- Kurz bis mittel
- Wirkdauer
- Rezidive möglich
- Hauptrisiko
- Unvollständiges Ansprechen
Ungeeignet, wenn: die Diagnose nicht histologisch gesichert ist — die Läsion ist selten und wird häufig verkannt.
Empfehlungen
- 595-nm-Farbstofflaser (gepulst): kann empfohlen werden (↑, 100 %)
- 532-nm-KTP-Laser: kann erwogen werden (0, 100 %)
- 10.600-nm-CO₂-Laser fraktioniert, zur Einschleusung von Medikamenten (Laser-assisted drug delivery): kann erwogen werden (0, 100 %)
- 10.600-nm-CO₂-Laser ablativ: kann erwogen werden (0, 100 %)
Einordnung
Das Granuloma faciale ist selten und gilt als therapieresistent. Bemerkenswert ist die dritte Option: Der Laser dient hier nicht der Zerstörung, sondern als Transportweg für ein Medikament — er bahnt Kanäle, durch die der Wirkstoff in die Läsion gelangt.
Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass „Laserbehandlung” keine einheitliche Sache ist. Dasselbe Gerät kann abtragen oder zuführen, je nach Einstellung und Ziel.
Dies ist keine ästhetische Indikation.